Interview mit Sebastian Wenk

Mediengestalter für Digital- und Printmedien

Fachrichtung: Gestaltung und Technik - (Bestanden: Sommer 2014)

Was hat Dich motiviert, Dich bei Rosenberger zu bewerben?

Nach der Schule hatte ich, wie so viele, zunächst das Problem, dass ich gar nicht genau wusste, welchen Weg ich beruflich gerne einschlagen würde. Da mir der Umgang mit dem Computer und vor allem die Gestaltung mit Programmen, wie Photoshop oder InDesign, auch zuvor in der Schule bereits sehr viel Spaß gemacht hat, entschied ich mich für den Beruf des Mediengestalters. Über den IHK-Ausbildungsatlas habe ich dann verschiedene Firmen kennengelernt, die in diesem Bereich ausbilden. Nachdem ich mich dann im Internet über die in Frage kommenden Firmen informiert hatte, habe ich mich zunächst bei all den Firmen beworben, bei denen ich es mir vorstellen konnte, eine Ausbildung zu beginnen.

Sebastian Wenk

Wie ist Dein Bewerbungstag vor Ort verlaufen?

Mein Bewerbungstag bei Rosenberger war alles andere als ähnlich zu dem, wie es bei den anderen Firmen abgelaufen ist. Ein typisches Bewerbungsverfahren sieht ja wie folgt aus:

  • Bewerbungsschreiben
  • Einladung zum Einstellungstest
  • Wenn man gut genug abgeschnitten hat, folgt die Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • Wenn man sich im Vorstellungsgespräch gut verkaufen konnte, folgt eventuell die Einladung zum Probearbeiten.
  • Am Ende entscheidet sich dann, ob man genommen wird oder nicht.

Bei Rosenberger war das Ganze etwas anders, was mir sehr gut gefallen hat. Nachdem ich mich beworben hatte, bekam ich einen persönlichen Anruf, dass man mich gerne kennenlernen würde. So fuhr ich also mit der Vorstellung nach Bielefeld, dass mich zunächst ein Einstellungstest erwarten würde.

Das war jedoch nicht der Fall. Es begann mit einem persönlichen Gespräch über Interessen und Motivation und die Vorstellung der beruflichen Zukunft. Es folgte eine Führung durch die einzelnen Bereiche des Unternehmens, bei der man sich dann auch noch mal etwas besser kennenlernte, wodurch auch die Anspannung, die man an solch einem Tag ja meistens mitbringt, weiter abklang. Im Anschluss haben wir Bewerber in kleinen Teams vor den Ausbildern ein Messesystem präsentiert. Es wurde also nochmal etwas aufregend. Ganz zum Schluss kam es dann doch noch zu einem kurzen Einstellungstest, wo man dann jedoch schon die gesamte Nervosität abgelegt hatte,sodass dieser dann auch kein Problem mehr war. Das, was mir generell als sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, ist auf jeden Fall das persönliche Interesse, was gezeigt wurde und dass auch in der Bewerbungsphase viel über Telefonate kommuniziert wurde statt über den typischen und unpersönlichen Briefverkehr.

Wie gestaltete sich Dein Einstieg in das Unternehmen?

Der Einstieg in das Unternehmen war ebenfalls anders als ich es von anderen Firmen kannte. Bei Rosenberger konnte ich direkt vom ersten Tag für das Unternehmen mitarbeiten, ohne dass ich für die „Tonne“ produziert habe. Dies waren vor

allem Jobs, bei denen ich sämtliche Maschinen sehr gut kennengelernt habe. Ich hatte dadurch das Gefühl, dass mir schon direkt zu Anfang der Ausbildung Verantwortung übertragen wird.

In welchen Bereichen wurdest Du bereits eingesetzt?

Zu Beginn meiner Ausbildung war es in erster Linie der Bereich kleinformatiger

    Digitaldruck und später dann die Bereiche großformatiger Digitaldruck und Werbetechnik.

    Welche sind Deine größten Erfolge gewesen?

    Mein größter Erfolg war es, an einem unserer beiden firmeninternen Kicker gegen Herrn Wittenbrink zu Null zu gewinnen. Ansonsten habe ich echt keine Erfolge vorzuweisen. Doch! Ich habe Anfang 2013 das interne Kickerturnier gewonnen. Cool!

    Spaß beiseite: Ich denke, Erfolge hat man immer dann, wenn man einen zufriedenen Kunden vor sich stehen hat. Besonders wenn der Zeitdruck hoch ist, man dennoch saubere Arbeit abliefert und dabei einen sehr dankbaren Kunden zufriedenstellt, kann man von Erfolgen sprechen.

    Was sind in Deinen Augen die Besonderheiten eines Praktikums oder einer Ausbildung bei Rosenberger?

    Ein Praktikum bzw. eine Ausbildung bei Rosenberger ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich. Den Beruf des Mediengestalters habe ich aus Erzählungen von anderen so kennengelernt, dass man gerade in größeren Firmen in seiner beruflichen Tätigkeit sehr eingeschränkt ist. Bei Rosenberger schätze ich es vor allem, dass ich die meisten Aufträge vom Anfang bis zum Ende selbst begleite. Von der Auftragsannahme, der Druckvorstufe über den Druck bis hin zur Weiterverarbeitung und Auftragsfertigstellung. Man hat dadurch auch sehr viel Kundenkontakt und die Tätigkeit wird dadurch niemals langweilig. Es gibt natürlich in jedem Beruf immer irgendwelche Jobs, die einem in dem Moment mal nicht so

    viel Spaß machen, doch dies ist bei mir in den letzten drei Jahren in den seltensten Momenten der Fall gewesen.
    Was ich des Weiteren sehr positiv finde, ist die Förderung und Nutzung anderer Qualitäten. So habe ich mich zuvor auch für eine Ausbildung zum Mediengestalter „Bild & Ton“ beworben, wo es in erster Linie um die Bearbeitung von dem Drehen von Filmen und Videos geht, da mich dies auch schon mehrere Jahre interessiert hat. Dieses zuvor von mir privat angeeignete Wissen und Können konnte ich nun auch schon für die Firma nutzen. Dabei geht es vor allem um interne Videos für Werbezwecke im Internet wie zum Beispiel die Beklebung eines Autos.

    Was planst Du für Deine berufliche Zukunft und welche Rolle spielt Rosenberger dabei?

    Ich habe mich sehr gefreut, dass Rosenberger mich nach meiner Ausbildung übernommen hat, da mir die Arbeit sehr viel Spaß macht und die Kollegen sehr nett sind. Mein Plan ist es daher, dass ich gerne noch weiter bei 

    Rosenberger arbeiten möchte. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall noch Weiterbildungsmöglichkeiten in Betracht ziehen, was jedoch alles noch in den Sternen steht.

    Welche Tipps kannst Du zukünftigen Praktikantinnen und Praktikanten bzw. Auszubildenden mit auf den Weg geben?

    Ich habe in den letzten drei Jahren schon den einen oder anderen Praktikanten bei Rosenberger kennengelernt und kann für mich sagen, dass man auch in kurzer Zeit eine ganze Menge lernen kann, wenn man selbst auch etwas Initiative zeigt.
    Dadurch, dass man in unserem Beruf auch oft unter Termindruck steht, kann es auch schon mal stressig werden. Hier kann es natürlich passieren, dass man zwischendurch nicht immer Zeit findet, eine Praktikantin oder einen Praktikanten an die Hand zu nehmen. Doch

    wenn man Initiative zeigt und viel fragt, kann man auch zu Beginn eines Praktikums sehr gut eingebunden werden. Schade ist es, wenn jemand, der ein Praktikum macht, absolut kein Interesse mitbringt. Denn eigentlich sollte man ein Praktikum ja in dem Bereich machen, an dem man auch Interesse hat.

    Mein Tipp ist also: Wer viel fragt und sich anbietet, kann eine ganze Menge lernen und somit auch einen guten, bleibenden Eindruck hinterlassen.